Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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Foto von der Ostsee

Ostseeraum

Schnittstelle Meer: Die Anrainerstaaten der Ostsee arbeiten seit mehr als dreißig Jahren gemeinsam an einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des sozialen Zusammenhalts in der Region sowie des ökologischen Zustands der Ostsee. Das Interreg-Ostseeprogramm ist hierfür ein zentraler Baustein und das Herzstück der projektbezogenen Ostseezusammenarbeit. Es wird trotz aller neuen Widrigkeiten fortgesetzt.

Förderfähige Gebiete der transnationalen Zusammenarbeit 2021 - 2027 - Ostseeraum

Beteiligte deutsche Regionen

Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (Lüneburg), Schleswig-Holstein

Tradition der Zusammenarbeit

Der Ostseeraum ist geprägt durch das Meer, seine große Fläche und eine vergleichsweise dünne Besiedelung. Dementsprechend spielt die Resilienz gegenüber Krisen und der Umgang mit dem Meeresschutz und der Klimakrise eine große Rolle. Gute öffentliche Dienstleistungen oder „blaues Wachstum“ sind ebenso Themen wie Kreislaufwirtschaft, Energiewende und intelligente Mobilität. Der Ostseeraum umfasst die acht EU-Mitgliedstaaten Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und nördliche und östliche Teile Deutschlands sowie Norwegen. Die politisch-strategische Netzwerkbildung im Ostseeraum zur Überwindung großer struktureller Unterschiede zwischen dem West- und dem Ostteil kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit 2009 ist er zudem der erste Raum mit einer makroregionalen EU-Strategie, die auch im Rahmen des Ostseeraumprogramms erfolgreich umgesetzt wird.

Themen der Zusammenarbeit

Das Ostseeraumprogramm fördert Projekte zu den folgenden vier Prioritäten:

Innovative Gesellschaften

  • Resiliente Volkswirtschaften und Gesellschaften
  • Flexible öffentliche Dienstleistungen

Intelligente Wassernutzung

  • Nachhaltige Wassernutzung
  • Blaue Wirtschaft

Klimaneutrale Gesellschaften

  • Kreislaufwirtschaft
  • Energiewende
  • Intelligente Lösungen für grüne Mobilität

Gute Governance in der Zusammenarbeit

  • Projektplattformen
  • Makroregionale Governance

Budget und Förderung

  • Ostseeraum (2021 – 2027): 313,7 Mio. Euro
  • davon Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): 251 Mio. Euro
  • Kofinanzierungsrate der EU für deutsche Partner: 80 %
  • Förderfähig: Personal-, Veranstaltungs- und Reisekosten, externe Expertise, Material, Investitionen (begrenzt)

Projektarten

Kernprojekte:

  • Partner: mindestens drei aus drei Programmstaaten
  • Laufzeit: bis zu 36 Monate
  • Gesamtbudget im Allgemeinen: keine Begrenzung (den Aktivitäten angemessen)
  • Eine Lösung für eine Herausforderung entwickeln – und es den Menschen im Ostseeraum nahebringen

Kleinprojekte:

  • Partner: mindestens drei aus drei Programmstaaten
  • Laufzeit: bis zu 24 Monate
  • Gesamtbudget max. 500.000 Euro, vereinfachte Antragstellung und Abrechnung
  • Ein Testfeld für Interreg; grenzüberschreitend mit Partner aus anderen Ländern zusammenarbeiten

Projektpartner werden

Im Ostseeraum finden sich mindestens drei finanzierende Partner aus mindestens drei verschiedenen Ländern in einem Projekt zusammen. Ein „Lead Partner“ übernimmt dabei jeweils die Federführung.

Das Programm richtet sich an öffentliche und private Akteure. Förderfähige Partner im Ostseeraum können z. B. sein:

  • Öffentliche Behörden (Bund, Länder, Regionen, Kommunen)
  • (Öffentliche) Dienstleister
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen
  • Kammern, Vereine und Verbände
  • Organisationen der Wirtschaftsförderung
  • Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)
  • Nichtregierungsorganisationen

Info: EU-Ostseestrategie

Die EU-Strategie für den Ostseeraum ist ein Instrument der europäischen Regionalpolitik. Ziel ist das Nutzen von Chancen und die gemeinsame Problembewältigung beim Schutz der Ostsee, bei der regionalen Anbindung und der Steigerung des Wohlstands. Das Interreg-Ostseeprogramm ist eines der wichtigsten Förderprogramme, mit denen diese Strategie zum Leben erweckt wird. Aber auch andere nationale und EU-Programme werden dafür genutzt.

Kontakt
Jens Kurnol
Referat RS 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2130
jens.kurnol@bbr.bund.de

Baltic Sea Region Programme

Logo Interreg Interreg Baltic Sea Region Programme, Quelle: Interreg Baltic Sea Region Programme Joint Secretariat