Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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Foto von der Donau
Quelle: Rainer Sturm/pixelio.de

Donauraum

Die Donau verbindet: Die Donau ist das verbindende Element zwischen Staaten und Regionen am ehemaligen eisernen Vorhang – ein Raum mit erheblichen sozioökonomischen Disparitäten. Das Donauraumprogramm will die Regionen der 14 Anliegerstaaten der Donau vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer durch konkrete Kooperationen zusammenführen und damit zur Umsetzung der Donaustrategie der EU beitragen.

Förderfähige Gebiete der transnationalen Zusammenarbeit 2021 - 2027 - Donauraum
Quelle: BBSR

Beteiligte deutsche Regionen

Baden-Württemberg, Bayern

Die Donau verbindet

Der Donauraum ist geprägt durch sehr unterschiedliche Landschaften, Wirtschafts- und Kulturräume. Als Fluss mit den weltweit meisten Anrainerstaaten ist die Donau das verbindende Element zwischen diesen Regionen: Neben den neun EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Deutschland (Baden-Württemberg und Bayern), Kroatien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn umfasst der Donauraum auch Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Montenegro, Serbien sowie Teile der Ukraine. Eine zentrale Herausforderung ist die sehr unterschiedliche Wirtschaftskraft der beteiligten Regionen. Innovation und industrieller Wandel sowie der Zugang zu Bildung und Arbeitsmärkten bilden deshalb Schwerpunkte des Programms auf dem Weg zu einem wettbewerbsfähigeren und sozialeren Donauraum. Zudem gilt es das Potential von Kultur und Tourismus für die regionale Entwicklung zu nutzen. Auch die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien im Energie- und Verkehrssektor, die Anpassung an den Klimawandel, sowie der Schutz der Donau und der Umwelt werden adressiert. Angesichts der Fragmentierung in zahlreiche nationale und regionale Verwaltungseinheiten ist zudem der Aufbau von Kapazitäten für eine bessere Verwaltung und Zusammenarbeit ein wichtiges Thema.

Themen der Zusammenarbeit

Das Donauraumprogramm fördert Projekte zu den folgenden vier Themen:

Ein wettbewerbsfähigerer und intelligenterer Donauraum

  • Förderung von Innovation und Technologietransfer im Donauraum
  • Entwicklung von Fähigkeiten zur Förderung von Strategien der intelligenten Spezialisierung, des industriellen Wandels und des Übergangs zu Industrie 4.0, einschließlich sektorübergreifender
    Kooperationen

Ein grünerer, kohlenstoffarmer Donauraum

  • Unterstützung der Ökologisierung des Energie- und Verkehrssektors im Donauraum durch verstärkte Integration erneuerbarer Energiequellen
  • Förderung der Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel im Donauraum und Katastrophenmanagement auf transnationaler Ebene in Bezug auf Umweltrisiken
  • Förderung einer integrierten, transnationalen Wasser- und Sedimentbewirtschaftung im Donaubecken, die eine gute Qualität und Quantität des Wassers und einen ausgeglichenen Sedimenthaushalt gewährleistet
  • Schutz und Erhalt der Biodiversität in ökologischen Korridoren und Ökoregionen von transnationaler Bedeutung im Donauraum

Ein sozialerer Donauraum

  • Zugängliche, integrative und effektive Arbeitsmärkte
  • Zugängliche und integrative Qualitätsdienstleistungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und lebenslanges Lernen
  • Sozioökonomische Entwicklung durch Kulturerbe, Kultur und Tourismus

Eine bessere Governance der Zusammenarbeit im Donauraum

  • Unterstützung für die Governance der EU-Donauraumstrategie
  • Ausbau der institutionellen Kapazitäten für die territoriale und makroregionale Governance

Budget und Förderung

  • Donauraum (2021 – 2027): 269 Mio. Euro
  • davon Interreg-Mittel: 215 Mio. Euro
  • Kofinanzierungsrate der EU: 80 %
  • Förderfähig: Personal-, Veranstaltungs- und Reisekosten, externe Expertise, Material, Investitionen (begrenzt)

Projektarten

Reguläre Projekte:

  • Partner: keine Begrenzung (dem Zweck entsprechend)
  • Laufzeit: max. 36 Monate, für Projekte des ersten Calls max. 30 Monate

Kleinprojekte:

  • Kleinere Projekte, etwa zur Vorbereitung von Projekten, die zur Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum beitragen, können vom Programm im Rahmen der „Seed Money Facility“ gefördert werden. Einzelheiten wurden noch nicht beschlossen.

Projektpartner werden

Im Donauraum finden sich mindestens drei Partner aus mindestens drei verschiedenen Ländern für normalerweise etwa drei Jahre in einem Projekt zusammen, wobei mindestens ein Land ein EU-Mitgliedsstaat sein muss. Ein "Lead Partner" übernimmt dabei jeweils die Federführung. Das Programm richtet sich an öffentliche und private Akteure. Förderfähige Partner im Donauraum können z. B. sein:

  • Öffentliche Behörden (Bund, Länder, Regionen, Kommunen)
  • (Öffentliche) Dienstleister
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen
  • Kammern, Vereine und Verbände
  • Organisationen der Wirtschaftsförderung
  • Unternehmen
  • Nichtregierungsorganisationen

Info: EU-Donauraumstrategie

Die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) ist als zweite makroregionale EU-Strategie, die die Europäische Kommission 2010 angenommen und die der Europäische
Rat 2011 gebilligt hat, ein Instrument der europäischen Regionalpolitik. Ziel der Strategie ist eine Stärkung des Donauraums durch eine bessere Anbindung, Umweltschutz und den Aufbau von Wohlstand durch grenzüberschreitende bi- und multilaterale Zusammenarbeit von Institutionen im Donauraum. Das Interreg-Donauraumprogramm ist eines der wichtigsten Förderprogramme, mit denen diese Strategie zum Leben erweckt wird. Aber auch andere nationale und EU-Programme werden dafür genutzt.

Programmwebsite

New funding 2021 - 2027

Logo Donauraumprogramm 2021 – 2027 (© Interreg Danube Transnational Programme)

Kontakt BBSR

Brigitte Ahlke
Referat RS 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung


Telefon: +49 22899 401-2330
E-Mail: brigitte.ahlke@bbr.bund.de

Deutsche Kontaktstelle

Amir Kalajdzini
Nationale Kontaktstelle – Interreg B Donauraumprogramm


Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Schlossplatz (Neues Schloss) 4
70173 Stuttgart

Telefon: +49 711-123 2712
E-Mail: Amir.Kalajdzini@wm.bwl.de