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DaRe to Connect: grenzüberschreitende Vernetzung ökologischer Schutzgebiete im Donauraum

Interview mit Projektleiter Martin Kuba vom BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Wiesenenklave Kepelské Zhůří im SAC (Special area of Conservation) Böhmerwald (© NGO Amethyst)

Jahrzehntelang trennte der "Eiserne Vorhang" Europa in Ost und West und war für die Menschen in weiten Teilen eine unüberwindbare Barriere. Die Natur hingegen profitierte davon und heute verläuft hier das "Grüne Band Europa" als Korridor von Lebensräumen mit außergewöhnlicher Artenvielfalt und herausragendem Wert als Natur- und Kulturerbe. Allerdings leidet es in Europa in manchen Abschnitten unter der ökologischen Zerschneidung von Lebensräumen und wertvollen Landschaften. Ein Konsortium von elf Partnern aus acht Ländern der Donauregion hat sich daher im Rahmen des Interreg-Projekts "DaRe to Connect" (Wage es zu verbinden) zum Ziel gesetzt, durch die transnationale Zusammenarbeit die Schutzgebiete am Grünen Band stärker zu vernetzen, um die Ökosysteme und ihre Dienstleistungen zu erhalten und zu verbessern – und so einen Beitrag zur Umsetzung der Donaustrategie zu leisten. Martin Kuba vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. beschreibt im Interview, wo das Projekt zur Halbzeit steht.

AREA 21: Energieeffizienz in Städten durch "Energy Improvement Districts"

EID-Workshop Helsingborg mit Krankenhausmanagern und AREA 21-Partnern aus der Region Skåne und von Öresundskraft (© Region Skäne 2019)

Die Städte im Ostseeraum sind darauf bedacht, Energie einzusparen und sie möglichst effizient zu nutzen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen. Der Wohnungsbestand weist teils aber einen hohen Energieverbrauch auf. Deshalb zielt das Interreg-Projekt "AREA 21 - Baltic Smart City Areas for the 21st Century" darauf, die Energiesparpotenziale auf der Ebene der Bestandsquartiere besser zu nutzen. Mit Hilfe von "Energy Improvement Districts" (EID), bei denen Eigentümer, Bevölkerung und Energieversorger in die Energieplanung und ihre Umsetzung einbezogen werden, sollen die Quartiere langfristig klimaneutral werden. Anlässlich des Projektabschlusses im Herbst 2020 berichten Projekteiter Jörg Knieling von der HafenCity Universität Hamburg, Patrik Hermansson von Öresundkraft Helsingborg und Jury Nurulin von der Polytechnischen Universität Sankt Petersburg über die wichtigsten Ergebnisse.

Dynaxibility4CE – dynamische Gestaltung neuer Mobilitätslösungen in Mitteleuropa

Interview mit Projektleiter Carsten Schuldt von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB)

Erfahrungen von On-Demand-Ridepooling in Leipzig, die in die transnationale Zusammenarbeit einfließen (© Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH)

Carsharing, Shuttle-Service, Sammeltaxis, private Fahrdienste, Fahrrad- und Scooter-Verleihsysteme, automatisiertes Fahren - neue Mobilitätsformen, Besitzstrukturen und Technologien bestimmen zunehmend das Verkehrsgeschehen in den Städten Mitteleuropas. Die klassischen Grenzen zwischen verschiedenen Mobilitätsangeboten verschwimmen und benötigen andere Planungsverfahren, um nachhaltige Mobilität zu sichern. Außerdem sorgt der immer noch starke motorisierte Individualverkehr für einen hohen Schadstoffausstoß, während ländliche Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte teilweise nur schlecht ans öffentliche Personennahverkehrsnetz (ÖPNV) angebunden sind. Carsten Schuldt von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) erklärt im Interview, wie sich das jüngst gestartete Interreg-Projekt "Dynaxibility4CE" mit diesen Problemen auseinandersetzt, um Strategien für flexiblere Mobilitätslösungen zu entwickeln.

RAINMAN: Toolbox zur Verminderung von Risiken durch Starkregen ist online

Interview mit Projektleitern Stefanie Weiner von INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner

Startseite Projetwebsite RAINMAN (© RAINMAN)

Starkregenereignisse können jeden Ort mit nur sehr kurzer Vorwarnzeit treffen. Jedes Jahr sterben Menschen, Tausende verlieren ihr Zuhause und es kommt zu Umweltschäden wie z.B. der Verschmutzung von Gewässern. Vor diesem Hintergrund nahm das Interreg-Projekt RAINMAN im Jahr 2017 mit einem Konsortium von zehn Partnerinstitutionen aus sechs Ländern seine Arbeit auf, um gemeinsam Methoden und Hilfsmittel zur Risikominderung in Mitteleuropa zu erarbeiten. Am 30.06.2020 ging das Projekt zu Ende und die RAINMAN-Toolbox online. Stefanie Weiner, Projektleiterin bei der externen fachlichen und organisatorischen Projektunterstützung INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner, stellt diese im Interview vor.

ART-Forum: Automatisiertes Fahren für eine nachhaltige Mobilität im Nordseeraum

Interview mit Projektleiter Torben Quickert von der Freien Hansestadt Bremen

Selbstfahrender Bus im Pilotprojekt Aalborg (Dänemark) (© Stadtverwaltung Aalborg (DK)

Der Verkehrsbereich im Nordseeraum hat viele Herausforderungen, wie zum Beispiel Stau in Stadtregionen oder steigende Kosten für den öffentlichen Verkehr. Von daher werden alternative Mobilitätsformen, wie das "automatisierte Fahren" untersucht. Die Technologie entwickelt sich jedoch schnell und die Verwaltungen und Politik sind unsicher im Umgang damit, da bisher wenig darüber bekannt ist, wie die innovative Art der Fortbewegung nahtlos in die Stadt- und Verkehrsplanung eingebunden werden kann. Torben Quickert von der Freien Hansestadt Bremen erklärt im Interview wie das Interreg-Projekt ART-Forum für Aufklärung sorgen will.

Die Territoriale Agenda 2030 - welche Rolle kann die transnationale Zusammenarbeit spielen?

Jens Kurnol von Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) über die Rolle der Interreg-Programme bei der Umsetzung der Territorialen Agenda

Die Territoriale Agenda soll den räumlichen Zusammenhalt in der EU verbessern (© BBSR)

Die Territoriale Agenda der EU, das Schlüsseldokument der europäischen Raumentwicklung, wird derzeit aktualisiert und soll als Territoriale Agenda 2030 von den für Raumplanung und Raumentwicklung zuständigen Ministerinnen und Ministern während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Ende 2020 verabschiedet werden. Durch ihren Schwerpunkt "territoriale Entwicklung" stellt die Agenda auch ein wichtiges Referenzdokument für die Programmierung der zukünftigen transnationalen Kooperationsprogramme dar. Jens Kurnol beschreibt, welche Rolle die Interreg-Programme bei der Umsetzung der Territorialen Agenda spielen können.

Corona-Krise: Nachhaltigkeitsziele nicht leichtfertig verspielen

Jonas Scholze vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. über die Bedeutung der Neuen Leipzig-Charta

Blick auf Leipzig (© pixabay)

Fridays-for-Future-Demos, Hitzesommer, der Umgang mit Geflüchteten, innerstädtische Fahrverbote, explodierende Mieten und Bodenpreise beherrschten bis vor Kurzem die Stadtentwicklungsdebatte. Auch der europaweite Dialogprozess zur Vorbereitung einer Neuen Leipzig-Charta, die das Bundesinnenministerium für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 erarbeitet, war von diesen Themen bestimmt. Mit der Corona-Pandemie haben sich die Vorzeichen jetzt aber quasi über Nacht verändert. Brauchen wir deshalb eine ganz andere Leipzig-Charta mit komplett anderen Zielen und Prinzipien? Auch wenn die Resilienz von Städten mit COVID-19 eine weit höheren Stellenwert erhalten hat und städtische Dichte in einem neuen Licht zu sehen ist, gibt die aktuelle Entwurfsversion der Leipzig-Charta darauf bereits jetzt die richtigen Antworten. Eine integrierte, gemeinwohlorientierte und partizipative Stadt- und Regionalentwicklung, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele …

Am Grenzzaun - Eindrücke von der Deutsch-Schweizer Grenze am Bodensee

Aufgrund der Corona-Krise trennt ein Grenzzaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen wieder Deutsche und Schweizer Nachbarn und Familien (© Daniel Zwicker-Schwarm)

Mit der Corona-Krise kehren die Grenzen nach Europa zurück. Wohl an kaum einem Ort Deutschlands ist die Rückkehr der Grenzen im Zuge der Corona-Krise zurzeit so bildhaft zu erleben, wie an dem Zaun, der die Konstanzer seit kurzem wieder von ihren Schweizer Nachbarn trennt. Paare, Familien und Freunde treffen sich hier, da für viele der Grenzübertritt plötzlich nicht mehr möglich ist. Zumindest für ein paar Wochen ist die Selbstverständlichkeit des "grenzenlosen" Alltags unterbrochen. Daniel Zwicker-Schwarm von der Universität St. Gallen berichtet aus seiner Heimatstadt Konstanz.

"Mehr Mobilität, weniger Verkehr - für uns und unsere Gäste"

Interview mit Alexandra Bohner von der Donaubüro gGmbH über die Projekte "Nachhaltige Mobilität in Ulm/Neu-Ulm" und "Transdanube.Pearls"

Busfahren als Praxistest im Rahmen des Mobilitätstrainings (© Donaubüro)

Die Donauregion ist eine der vielversprechendsten Tourismusdestinationen in Europa. Um die verschiedenen Regionen über die Ländergrenzen hinweg zu erschließen, nutzen Reisende nach wie vor das Auto als Hauptverkehrsmittel. Dies wirkt sich allerdings negativ auf die Umwelt und die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner aus. Das aus dem Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit geförderte Andockprojekt „Nachhaltige Mobilität in Ulm/Neu-Ulm“ baut auf den Projektergebnissen des Interreg B-Projekts "Transdanube.Pearls" auf und zielt darauf ab, Ergebnisse und erarbeitete Ideen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in der Region umzusetzen. Alexandra Bohner vom Donaubüro erklärt im Interview, wie das erreicht werden soll.

"Sei mein Schatz!" - Landschaftsschatzkarte zur Stärkung der Wertschätzung für stadtnahe Alltagslandschaften im Alpenraum

Interview mit Linda Mertelmeyer von der Landeshauptstadt München über die Projekte "Sei mein Schatz!" und LOS_DAMA!

Schatzsuche im Projekt „LOS_DAMA!“ auf dem Frühlingsmarkt in Gauting (© Lukas Barth)

Um die Grüne Infrastruktur in wachsenden Metropolregionen des Alpenraums wie beispielsweise in München zu stärken, wurde im Rahmen des Interreg-Projekts LOS_DAMA! gemeinsam mit der Bevölkerung unter anderem eine regionale Landschaftsschatzkarte entwickelt, die die landschaftlichen Qualitäten im Münchner Südwesten hervorhebt und besser erlebbar macht. Da die Schatzkarte auf großes Interesse stieß, wird sie nun im Projekt „SEI MEIN SCHATZ!“ ausgeweitet. Diese Vertiefung und Ergänzung der Arbeit vor Ort, wird durch die sogenannte Andockförderung des Bundesprogramms Transnationale Zusammenarbeit ermöglicht. Linda Mertelmeyer von der Landeshauptstadt München berichtet im Interview über die beiden Projekte und deren Mehrwert für die Region.

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