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Wirtschaft, Arbeit, Leben

Dieser Themenkomplex wird vor allem durch eine Prioritätsachse zur Innovationsförderung im Kontext der regionalen Entwicklung unterstützt. Die Priorität Innovation ist für die Umsetzung der Strategie Europa 2020 entscheidend. Schwerpunkt ist die Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen. Zudem sollen soziale Innovationen bessere öffentliche Dienstleistungen und Daseinsvorsorge garantieren und das gesellschaftliche Umfeld entwickeln.

Um ein intelligentes Wachstum umzusetzen, wie sie die Strategie Europa 2020 als eine ihrer drei Kernprioritäten fordert, ist die Entwicklung einer Wirtschaft entscheidend, die sich auf Wissen und Innovation stützt. Das heißt, dass die Rahmenbedingungen und der Zugang zu Finanzmitteln für Forschung und Innovation verbessert werden müssen, um mit neuen Ideen Wachstum und Beschäftigung fördern zu können. Dafür müssen öffentliche und private Akteure eng zusammenarbeiten. Konkret bedeutet das vor allem die Innovationsförderung sowie den Wissens- und Technologietransfer für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschung, öffentlichen Verwaltungen und den Unternehmen zu stärken. Weiterhin muss das Potential der Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeschöpft werden. Innovative Produkte und Dienstleistungen tragen dazu bei, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und gesellschaftliche Herausforderungen besser zu lösen.

Insgesamt geht es darum, auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben. Das heißt, dass in Unternehmen neue Technologien zum Einsatz kommen sollen. Sie müssen dabei unterstützt werden, innovativere Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln. Forschungseinrichtungen, Technologie- und Kompetenzzentren sollen vorangebracht werden. Dafür sind innovative Lösungen und eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Branchen gefragt. Für eine effiziente Nutzung neuer Ideen müssen deshalb Cluster und Kooperationen zwischen den Akteuren in den Bereichen Forschung, Bildung, Innovation, Infrastrukturen und Unternehmen gefördert werden. Dies beinhaltet auch die Bereiche Kultur- und Kreativwirtschaft, Daseinsvorsorge sowie soziale Innovation.

Die Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation steht auch im Einklang mit dem Nationalen Reformprogramm (NRP 2013) des Bundes 2013. Im Jahr 2011 gab Deutschland 2,9 Prozent seines Bruttoinlandprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung aus, was der Zielmarke der Europa 2020-Strategie von drei Prozent entsprach.

Allerdings gibt es in Bezug auf die Innovations- und Forschungsintensität zwischen Deutschland anderen Staaten sowie innerhalb aller Staaten große räumliche Unterschiede. Deshalb erfolgt die Innovationsförderung in den transnationalen Programmen stets im Kontext der regionalen Entwicklung. So gilt es beispielsweise spezifische regionale Qualifikations- und Innovationspotentiale zu berücksichtigen und zu nutzen bzw. großräumige Disparitäten zu verringern.

Alle sechs transnationalen Programme mit deutscher Beteiligung enthalten für die neue Förderperiode eine Prioritätsachse zur Innovationsförderung im Kontext der regionalen Entwicklung. Dabei stehen bei den meisten Programmen eine dauerhafte Vernetzung bzw. Synergien von Unternehmen, Forschungs- und Hochschulzentren und Verwaltungen im Vordergrund (Donau, Mitteleuropa, Nord- und Ostsee). Auch das Erreichen einer besseren Daseinsvorsorge bzw. von sozialer Innovation steht ganz oben auf der Agenda (Alpen, Donau, Nordsee, Nordwesteuropa), ebenso wie verbesserte Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung (Alpen, Donau, Mitteleuropa) und die Steigerung der regionalen Innovationsleistung (Nordsee, Nordwesteuropa).

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten durch die Interreg B-Programme bieten die thematischen Faltblätter zu den Themen "Blaues Wachstum" und "Soziale Innovationen": Veröffentlichungen

Gute Beispiele zum Themenfeld "Wirtschaft, Arbeit, Leben" finden Sie unter Projekte.