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Umwelt und natürliche Ressourcen

Eine bessere Umwelt und Risikovorsorge, Hochwasser- und Katastrophenschutz, die Förderung der Ressourceneffizienz sowie die nachhaltige Nutzung der natürlichen Wachstumspotentiale bilden weiterhin einen wichtigen Fokus der transnationalen Zusammenarbeit. Dies ist gerade für den Umgang mit dem Klimawandel entscheidend.

Der Klimawandel und mit ihm die Urbanisierung, industrielle Entwicklung und Rohstoffnutzung, Intensivierung in Landwirtschaft und Fischerei, Verkehrsprojekte und andere Infrastrukturentwicklungen können Auslöser für gravierende Umweltprobleme sein. Die Folgen sind je nach geografischer Region in Europa unterschiedlich stark ausgeprägt. Diese regionalen Unterschiede müssen bei Maßnahmen des Umweltschutzes berücksichtigt werden.

Die mit der Klimaänderung verbundenen Probleme, z.B. in den Bereichen Hochwasser- und Küstenschutz oder Schutz der Wälder, können nicht für sich, sondern nur auf territorialer, grenzüberschreitender Ebene gelöst werden. Gebiete mit bedeutenden gemeinsamen geografischen Merkmalen sollten deshalb die gemeinsame Verwaltung und Förderung ihrer natürlichen Ressourcen vorantreiben sowie ihre biologische Vielfalt, ihre Ökosysteme und ihr Kulturerbe schützen und nachhaltig nutzen. Dafür sind integrierte, grenzübergreifende Strategien notwendig, mit denen Naturgefahren besser begegnet werden kann. Dazu zählen auch Aktivitäten zu Risikoprävention und -management, vor allem in Hinblick auf Hochwasser- und Küstenschutz sowie durch wirtschaftliche Tätigkeiten entstehende Risiken. Gleichzeitig gilt es die natürlichen aber auch die kulturellen Potentiale der Regionen stärker für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu nutzen.

Damit wird auch den Zielen der Europa 2020-Strategie entsprochen, die in ihrer Priorität eines nachhaltigen Wachstums die Förderung einer ressourcenschonenden, umweltfreundlichen und wettbewerbsfähigeren Wirtschaft fordert. Im Weißbuch "Anpassung an den Klimawandel" ist die EU-Rahmenregelung zu diesem Thema einschließlich Zielen und Aktionen festgelegt.

Neben Strategien und Aktionspläne für die Anpassung an den Klimawandel müssen auch Mechanismen des Informationsaustausches entwickelt werden. Zudem gilt es, bessere Systeme zum Management von Katastrophen zu entwickeln, um wetterbezogenen bzw. geophysikalischen Risiken wie Stürmen, Waldbränden, Überschwemmungen, Erdrutschen oder Erdbeben besser begegnen und die Bevölkerung möglichst schnell warnen zu können.

In Deutschland wird in der Förderperiode 2014-2020 etwa ein Drittel der insgesamt im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung stehenden Mittel direkt zur Förderung von Umwelt, Klima und Ressourcenschutz eingesetzt.

In allen sechs transnationalen Programmen mit deutscher Beteiligung werden die Themen Umweltschutz und/oder effizienter Umgang mit Ressourcen adressiert. Dazu zählen die Inwertsetzung bzw. der Schutz des Kultur- und/oder des Naturerbes (Alpen, Donau, Mitteleuropa), die Förderung des "grünen bzw. blauen Wachstums" (Nord- und Ostsee), der Schutz und die Erhaltung von Ökosystemen und Biodiversität (Alpen, Donau, Nordsee) und das Umweltmanagement in städtisch-funktionalen Gebieten (Mitteleuropa). Außerdem werden Risikovorsorge und Katastrophenschutz thematisiert (Donau), eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel (Nordsee) sowie eine Steigerung der Ressourceneffizienz angestrebt (Nordwesteuropa). Das Programm für den Ostseeraum legt einen besonderen Fokus auf die Gewässerreinhaltung insbesondere der Ostsee selbst.

Gute Beispiele zum Themenfeld "Umwelt und natürliche Ressourcen" finden Sie unter Projekte.