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Transnationale Zusammenarbeit 2021+: Analyse der Verordnungsentwürfe

Datum 30.04.2019

Welche Neuerungen gibt es für die transnationale Zusammenarbeit nach 2020? Das Arbeitspapier "Transnationale Zusammenarbeit 2021+: Analyse der Verordnungsentwürfe" fasst die wesentlichen Neuerungen zusammen, die sich aus den Verordnungsentwürfen für die künftige Kohäsionspolitik ergeben.

Die Diskussion zur finanziellen Ausstattung und der Ausgestaltung der künftigen Kohäsionspolitik ist in vollem Gange. Grundlage sind dabei die im Mai 2018 von der Europäischen Kommission vorgestellten Verordnungsvorschläge für die Kohäsionspolitik der EU ab 2021. Diese sehen eine Reihe von inhaltlichen und prozeduralen Veränderungen für die Interreg B-Programme vor. In dem Papier werden die wesentlichen Neuerungen hinsichtlich der transnationalen Zusammenarbeit zusammengefasst, die mit den Kommissionsvorschlägen verbunden sind. Darauf aufbauend wird eine erste Bewertung vorgenommen, welche Auswirkungen damit für die Programmierung der einzelnen Programme und die Ausrichtung zukünftiger Projekte verbunden sind.

Auch wenn die für die zukünftigen Interreg B-Programme maßgeblichen Verordnungen noch nicht endgültig verabschiedet sind, lässt sich abschätzen, dass die Kooperationsräume mit deutscher Beteiligung grundsätzlich mit einem relativ vergleichbaren Themenmenü ihre Programmierungsaktivitäten beginnen können. Tendenziell dürften sich die inhaltlichen Spielräume für Interreg B sogar wieder vergrößern. Mit dem neuen Ziel 5 "ein bürgernäheres Europa" rücken integrierte Ansätze der Raumentwicklung stärker in den Fokus der Strukturpolitik. Damit bietet sich die Chance, Europa über Interreg B-Projekte vor Ort sichtbar und erfahrbar zu machen. Ob solche integrierten Ansätze ab 2021 auch in den transnationalen Programmen wieder eine stärkere Rolle spielen, wird nicht zuletzt von den strategischen Schwerpunktsetzungen in den Programmräumen selbst abhängen.

Das Arbeitspapiert in Deutsch (Transnationale Zusammenarbeit 2021+: Analyse der Verordnungsentwürfe) und Englisch (Transnational Cooperation 2021+: An analysis of the proposed regulations) finden Sie unter Interreg nach 2020.

Das Arbeitspapier wurde im Rahmen des MORO-Projekts "Interreg: Räumliche Effekte der transnationalen Zusammenarbeit und ihre Messbarkeit" erarbeitet. Das Projekt unterstützt BMI, BBSR und die Deutschen Ausschüsse bei der anstehenden Programmierung der künftigen Interreg B-Programme. Aus deutscher Perspektive arbeitet das Projektteam spezifische räumliche Herausforderungen in den verschiedenen Kooperationsräumen heraus, die einer transnationalen Zusammenarbeit bedürfen. Darüber hinaus erarbeitet es Empfehlungen zu geeigneten Indikatorsystemen, um die räumlichen und themenübergreifenden Effekte zu messen. Die Ergebnisse des Projekts sollen direkt in die Ausgestaltung der kommenden Förderperiode einfließen, insbesondere durch Vorarbeiten und Beiträge zur Erarbeitung der neuen transnationalen Programme.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der folgenden Webseite des BBSR:
Räumliche Effekte - Website BBSR