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Interreg-Projekte aus dem Ostseeraum beim Tag der Deutschen Einheit

Maike Friedenberg und Susanne Grahl berichten vom Tag der Deutschen Einheit 2019 in Kiel

Die schleswig-holsteinische Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack zeigt sich interessiert zu den Interreg B-Projekten aus dem Ostseeraumprogramm (© Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein)

Zum Tag der Deutschen Einheit kamen am 2. und 3. Oktober tausende Menschen nach Kiel in Schleswig-Holstein, um gemeinsam unter dem Motto "Mut verbindet" zu feiern. Auf dem Bürgerfest wurde in der gesamten Innenstadt und an der Förde entlang Information und Unterhaltung geboten. Neben der Ausstellung der Verfassungsorgane der Bundesrepublik und der Ländermeile, bot das Fest auch zahlreichen anderen Institutionen und Projekten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Dies nutzten elf Interreg-Projekte aus dem Ostseeraum und stellten den Bürgern ihre Projekte vor.

Es geht um friedliches Zusammenwachsen

Besuch gab es auch von der schleswig-holsteinischen Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack, die sich in informellen Gesprächen mit den Projektpartnern über Ideen der Projekte aus dem Ostseeraumprogramm austauschte - sei es, um Ökodesign voranzubringen (Projekt EcoDesign Circle) oder um inhabergeführte kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) über den Ruhestand des Inhabers hinaus zu erhalten (INBETS BSR). Doch auch der Dialog mit den Besuchern war für die Projekte ein großer Erfolg. So ließ sich die ältere Generation gern von den Ideen zur Mobilität ab 60 (GreenSAM) begeistern; junge Menschen informierten sich über Smartphone-Apps, die sie langfristig zu gesünderem Verhalten anregen sollen (BaltCityPrevention). Andere Besucher erfuhren zum ersten Mal, was Lichtverschmutzung bedeutet und an welchen Möglichkeiten gerade gearbeitet wird, um diese zu reduzieren (LUCIA).

Was waren die wichtigsten Ergebnisse aus Ihrer Sicht?

Susanne Grahl: Es ist so wichtig, dass wir alle einfach mal über unseren Tellerrand schauen und sehen, was andere machen. Interreg-Projekte weiten den Blick und dies wollten wir auch den Bürgerinnen und Bürgern zeigen. Viele waren überrascht über die große Bandbreite der Projektthemen, die durch EU-Gelder gefördert werden. Wenn junge Menschen am Stand stehenbleiben und feststellen, dass sie ihr Smartphone nicht nur zum Bilder posten, sondern auch für bessere Essgewohnheiten nutzen können, oder wenn ältere Menschen für sich feststellen "Mensch, dann würde ich auch mal auf mein Auto verzichten" - das sind die Momente, die mir wieder deutlich machen, was Interreg für die Bürger Europas schafft und wie wichtig es ist, dass sie es auch verstehen.

Maike Friedenberg: Der Tag der Deutschen Einheit steht für ein friedliches Zusammenwachsen – und Interreg ist genau das auch, denn Länder und Akteure wachsen über Grenzen hinweg zusammen, um gemeinsam Ideen für die Region zu entwickeln und zu verwirklichen. Mit den großen Besucherzahlen am 3. Oktober hat sich diese Veranstaltung absolut gelohnt, um Kooperationsprojekte mit schleswig-holsteinischer Beteiligung zu erklären und den Bürgern näherzubringen.

Weitere Informationen:
Website "Mut verbindet" (Programm)

Maike Friedenberg und Susanne Grahl haben Anfang des Jahres ihre Arbeit im Referat Ostseeangelegenheiten des Ministeriums für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung aufgenommen. Im Rahmen von Interreg ist Maike Friedenberg – als Vorsitzende des Deutschen Ausschusses und Mitglied im Monitoring Committee – für die Koordinierung des Ostseeraumprogramms zuständig. Hierbei wird sie von Susanne Grahl unterstützt, die die Geschäftsstelle des Deutschen Ausschusses Interreg Ostsee betreut.