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"Let’s talk about achievements" – Ergebnisse im Interreg-Ostseeraumprogramm

Maike Friedenberg und Susanne Grahl berichten von der Programmkonferenz des Ostseeraumprogramms

Maike Friedenberg und Susanne Grahl (© IB.SH/S. Kraewski)

"Let’s talk about achievements" war das Motto der Interreg-Programmkonferenz des Ostseeraumprogramms 2019 am 9. bis 10. April 2019 in Lübeck, zu der Mitglieder der verschiedenen Programmausschüsse, Vertreter von Projekten und Projektplattformen, der EU-Ostseestrategie eingeladen waren, um über die Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit zu diskutieren und einen Blick auf die nächste Förderperiode zu werfen. Maike Friedenberg und Susanne Grahl, die seit Anfang des Jahres für die Koordinierung des Ostseeraumprogramms in Deutschland zuständig sind, berichten im Interview von der Konferenz.

Was waren die Inhalte der Programmkonferenz?

Mehr als 300 Teilnehmer aus 13 Ländern tauschten sich über die erzielten Fortschritte aus und zeigten, was durch transnationale Kooperation für die Ostseeregion bisher erreicht werden konnte. Sowohl das Joint Secretariat (JS) des Ostseeraumprogramms als auch die Projekte nutzten die Gelegenheit zu demonstrieren, wie 300 Millionen Euro Interreg-Förderung investiert wurden, um den Ostseeraum in den drei Schwerpunktthemen

  • Innovationen,
  • effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen und
  • nachhaltiger Verkehr

ein großes Stück voranzubringen.

In 12 Pitching-Sitzungen trafen Projektvertreter und Experten zusammen und behandelten Themen wie erneuerbare Energien und Energieeffizienz, intelligente Spezialisierung, Kreislaufwirtschaft, städtische Mobilität und Gefahren für das Meer. Dabei ging es nicht nur darum, praktische Projektergebnisse zu zeigen, sondern auch deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen im Ostseeraum zu erörtern. Daneben präsentierten sich sechs Interreg-Plattformprojekte mit einer ebenfalls breit gefächerten thematischen Abdeckung, die saubere Schifffahrt, blaue Bioökonomie, Wasser- und Nährstoffmanagement, Verkehrskorridore sowie maritime Sicherheit umfasste. In einer separaten Plenarsitzung diskutierten Plattformpartner, politische Entscheidungsträger und Unternehmen, wie die Plattformarbeit die Politikgestaltung beeinflussen kann.

Konferenzteilnehmerinnen im Gespräch ©IB.SH/S. Kraewski

Was waren die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz aus Ihrer Sicht?

Mehr als 100 Projekte, an denen über 1.000 Partnerinstitutionen aus allen Ländern der Ostsee beteiligt sind, zeigten, dass Kooperation der Schlüssel ist, um ihre Augen für neue Lösungen zu öffnen. Sie alle tragen zum regionalen Zusammenhalt, zu einem besseren Verständnis und zu einem friedlichen und prosperierenden Zusammenleben in unserer Region bei.

Was waren Ihre persönlichen Eindrücke von der Programmkonferenz?

Susanne Grahl: Da ich selbst Interreg nur aus Sicht des Projektmanagements kannte, war Interreg für mich bisher nur ein klassisches Förderprogramm, das einzelne Projekte finanziert. Ich habe mich damals oft gefragt, wie man all diese Projektergebnisse besser nutzen und ähnliche Projekte vernetzen könnte. Deshalb bin ich begeistert von dem neuen Instrument der Plattformprojekte. So werden die Ergebnisse nicht nur gebündelt, sondern können auch den Synergieeffekt nutzen, um optimal weiterentwickelt zu werden. Das ist mir auf der Programmkonferenz noch einmal deutlich geworden.

Besonders beeindruckend war aber auch die wirklich sehr positive Stimmung zusammen mit dem Gefühl, dass hier viele an einem Strang ziehen und etwas gemeinsam erarbeitet haben. Besonders die Teilnehmenden, die sich bisher weniger mit anderen Interreg-Projekten befasst haben, weil sie gerade tief in der Umsetzung ihrer eigenen Projekte stecken, waren von der Vielfältigkeit der Projekte überrascht. Von vielen hörte ich, dass sie nicht nur mit neuen Ideen nach Hause gingen, sondern auch neue Kooperationsmöglichkeiten für sich entdeckt haben. Es mag vielleicht wie ein Klischee klingen, aber der Begriff "Interreg-Familie" trifft es eigentlich schon ganz gut.

Maike Friedenberg: Da ich Interreg bis vor kurzem "nur" aus Sicht eines Programm-Managers kannte, reizt mich besonders, nun bei der Weichenstellung der neuen Förderperiode dabei zu sein und den Kollegen in der Programmverwaltung und in den Projekten die Arbeit in Zukunft ein wenig zu erleichtern.

Weitere Informationen:
Let's talk about achievements - Interreg Baltic Sea Region website

Maike Friedenberg und Susanne Grahl haben Anfang des Jahres ihre Arbeit im Referat Ostseeangelegenheiten des Ministeriums für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung aufgenommen. Im Rahmen von Interreg ist Maike Friedenberg – als Vorsitzende des Deutschen Ausschusses und Mitglied im Monitoring Committee – für die Koordinierung des Ostseeraumprogramms zuständig. Hierbei wird sie von Susanne Grahl unterstützt, die die Geschäftsstelle des Deutschen Ausschusses Interreg Ostsee betreut.