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20. November 2018

"Das Interesse am Donauraumprogramm ist ungebrochen hoch"

Interview mit Johanna Specker, Nationale Kontaktstelle (Contact Point) des Interreg-Donauraumprogramms

Donau (© Danube Transnational Programme)Donau Quelle:  © Danube Transnational Programme

Für jeden Interreg-Programmraum mit Deutscher Beteiligung gibt es deutsche Kontaktstellen (bis auf den Ostseeraum). Diese beraten und informieren Programminteressierte zur Antragstellung und Projektumsetzung von Interreg-Projekten in den verschiedenen Kooperationsräumen. Johanna Specker, seit Januar 2018 Nationale Kontaktstelle in Deutschland für das Interreg-Donauraumprogramm, beschreibt in einem Interview ihre Aufgaben, Erfahrungen und Herausforderungen bei der Arbeit als Kontaktstelle.

In zwei Sätzen, worin besteht die Arbeit als Kontaktstelle?

Als Nationale Kontaktstelle berate ich Programminteressierte und informiere über die Förderbedingungen des Donauraumprogramms. Gleichzeitig begleite ich die Projekte mit deutschen Projektpartnern während ihrer Implementierung und unterstütze bei der Verstetigung der Projektergebnisse.

Welche Erfahrungen haben Sie in den ersten Monaten mitgenommen?

Das Interesse am Programm ist ungebrochen hoch - das zeigt die große Anzahl an E-Mails und Telefonanrufen, die mich erreichen. Die Programminteressierten und Projektpartner schätzen den direkten Draht zum Programm auch auf nationaler Ebene, denn oftmals kann ein kurzes Gespräch viele Fragen im Nu beantworten.

Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe als Kontaktstelle?

Die Aufgaben als Kontaktstelle sind von einer großen Vielfalt und auch Frequenz gekennzeichnet. Hier gleicht kein Tag dem anderen - das macht für mich den Reiz aus. Darüber hinaus bietet die Tätigkeit die Gelegenheit viele unterschiedliche Akteure sowie Projektideen und -themen aus dem Donauraum kennenzulernen - das erweitertet den Horizont.

Welche zukünftigen Herausforderungen sehen Sie in Ihrer Arbeit?

Bislang lag der Fokus der Kontaktstellen-Tätigkeit vor allem auf den Beratungen während der Antragsstellung sowie die Informationen zum Programm im Allgemeinen. Die Projekte aus der 1. Ausschreibung laufen seit Anfang 2017 noch bis Mitte 2019 und haben bereits die ersten konkreten Ergebnisse erarbeitet. Die zukünftige Herausforderung sehe ich also ganz klar in der Verstetigung und der nachhaltigen Nutzung der Projektergebnisse - das, was wir in der Interreg-Fachsprache "Kapitalisierung" nennen. Hier haben wir bereits erste Angebote zur Unterstützung (z.B. Veranstaltungen) gemacht. Ich möchte diesen Aspekt aber noch ausbauen, um die Projektpartner möglichst individuell unterstützen zu können.

Ihr bislang schönstes Erlebnis im Rahmen ihrer Arbeit als Kontaktstelle?

Ganz klar, die Projekte "live" zu erleben. Natürlich kann man bereits aus dem Projektantrag die geplanten Aktivitäten herauslesen, die wahre Kooperation zeigt sich aber erst bei den Projekttreffen und -veranstaltungen. Zu sehen, mit welchem Enthusiasmus die Akteure ihre Projekte vorantreiben und wie aus den Projekten heraus Neues entsteht - teilweise auch über die geplanten Ergebnisse hinaus - ist eine große Freude.


Kontakt: johanna.specker@wm.bwl.de


Weitere Informationen über das Interreg-Donauraumprogramm:


Johanna Specker studierte Politik/Verwaltung und Wirtschaft sowie Europawissenschaften in Potsdam und Passau. Nach Auslandsaufenthalten in Schweden und Belgien sowie verschiedenen beruflichen Stationen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, ist sie seit Anfang 2018 als Nationale Kontaktstelle des Interreg-Donauraumprogramms tätig.