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Der Donauraum stellt sich vor

Ein neuer Kooperationsraum mit deutscher Beteiligung

Es gibt erfreuliche Neuigkeiten bei INTERREG! Passend zur neuen Förderperiode gibt es einen neuen Kooperationsraum für die transnationale Zusammenarbeit mit deutscher Beteiligung: den Donauraum. Er ist aus dem Kooperationsraum Südosteuropa hervorgegangen und in der Zukunft werden sich daran auch Deutschland und Tschechien beteiligen. Das neue transnationale Programm gilt dann für einen noch größeren geografischen Raum, den die Donau als gemeinsames Entwicklungsband verbindet. Ich freue mich über die Neugestaltung dieses Raums, in dem friedliches Zusammenarbeiten möglich ist, während in dessen Südteil vor wenigen Jahren noch Krieg geführt wurde.

Von der Zusammenarbeit der 14 sehr heterogenen EU- und Nicht-EU-Staaten, die mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft und Größe sowie einem ganz individuellen Entwicklungsstand aufeinander treffen, versprechen wir uns für INTERREG große Effekte – man betrachte nur das Potential an Fachwissen, intakter Natur und großem Kulturerbe in diesem Raum. Gemeinsam können wir uns nun den Herausforderungen des Donauraums stellen.

Schon jetzt engagieren sich die Vertreter der einzelnen Staaten aktiv für das neue Programm und diskutieren die inhaltlichen Schwerpunkte, denn es gibt viel zu tun: Neben der Innovationsförderung für kleine und mittelständische Betriebe gilt es, die Umwelt zu schützen und auch zukünftig nachhaltig zu nutzen. Verkehrs- und Transportprobleme müssen gelöst, effizientere Verwaltungen geschaffen und das Zusammenwirken von Behörden, Forschung, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen weiterentwickelt werden. Ein weiterer wichtiger Themenkomplex wird die Förderung des sozialen Zusammenhaltes und der Chancengleichheit sowie im Zuge dessen die Gestaltung des demografischen Wandels sein.

Viele neue Ideen für Projekte im Innovationsbereich sind schon entwickelt worden, beispielsweise in der „grünen Wirtschaft“ oder zur Ausbildung in dualen Systemen. Neu für den Donauraum ist auch das Vorhaben, Projektanmeldungen und Partnersuche in Zukunft auf elektronischem Wege zu ermöglichen.

Ich bin gespannt darauf, wie alle Beteiligten die neuen Möglichkeiten des Donauraums nutzen und gestalten werden! Neue Partner und Projektideen sind natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Dr. Wilfried Görmar ist Mitarbeiter im Referat Europäische Raum- und Stadtentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Inhaltliche Schwerpunkte seiner Arbeit sind die europäische Raumentwicklungspolitik und die Transnationale territoriale Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg. Er betreut auf Seiten des BBSR die Kooperationsräume Mitteleuropa und Donauraum.