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NonHazCity – ein Interreg-Projekt, das uns alle angeht

Frau beim Prüfen einer Liste (© Baltic Environmental Forum/Tim Barabas)

Viele von uns wissen nicht, in welchen herkömmlichen Möbeln, Spielzeugen und Baumaterialien welche gefährlichen Chemikalien enthalten sind. Das Projekt NonHazCity setzt sich in neun Städten rund um die Ostsee für weniger Chemikalienverbrauch ein – und ist für einen europäischen Wettbewerb nomiert. Stimmen Sie noch heute ab!

"Wir wollen den Alltag aller Menschen in Europa entgiften." So formuliert Projektkoordinatorin Heidrun Fammler das langfristige Ziel des Interreg-Projektes NonHazCity. Denn: Jede einzelne in Europa zugelassene Chemikalie ist zwar sicherheitsgeprüft, aber viele davon sammeln sich in der Umwelt und sogar im menschlichen Körper an und können das Krebsrisiko erhöhen oder die Fruchtbarkeit verringern – der Cocktail macht also das Gift.

Interreg: Förderinstrument für Menschen mit guten Ideen

Heidrun Fammler ist seit 35 Jahren Umweltschützerin und hat das gemeinnützige Baltic Environmental Forum aufgebaut – zunächst im lettischen Riga (seit 1995), dann in Hamburg (seit 2003). Das Programm Interreg Baltic Sea Region, verwaltet von der Investitionsbank Schleswig-Holstein, ist das ideale Förderinstrument für Menschen wie Heidrun Fammler: Sie können ihre wichtige Arbeit gemeinsam mit Akteuren aus Forschung und Verwaltung aus anderen Anrainerstaaten der Ostsee aufbauen. So geschieht es im Projekt NonHazCity.

Interreg verbessert das Leben der Menschen in Europa

In NonHazCity geht es um die immer größer werdende Flut an Chemikalien, die in unseren Alltagsprodukten in Haushalt und Büro stecken: Weichmacher, Flammschutzmittel, Stabilisatoren mit schwierigen Namen wie Phtalate, Alkylphenole oder PFAS. Heidrun Fammler, ihr Kollege Arne Jamtrod von der Stockholmer Stadtverwaltung in Schweden und sechs weitere Kommunalverwaltungen wollen den Gebrauch von Produkten, die solche Chemikalien enthalten, eindämmen.

Mit dem Projekt hat das Konsortium schon viel erreicht: In Stockholm, Riga, Kaunas, Gdansk und anderen Städten gab es große Kampagnen, um Menschen über die Risiken aufzuklären und sie zu besseren Kaufentscheidungen zu befähigen. Das Video "Detox your home" beschreibt zum Beispiel die gleichnamige Haushalts-Check-Kampagne – für Bürgerinnen und Bürger wie Du und ich.

Das Video "Detox your home" erklärt die NonHazCity Haushalts-Checks (in Englisch):
Video on Facebook

Interreg Project Slam (© INTERACT)

Stimmen Sie für NonHazCity – bis zum 30. September

Helfen Sie Heidrun Fammler und ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Vorhaben! Das Projekt NonHazCity hat es in die Endrunde eines EU-weiten Wettbewerbs von Kooperationsprojekten geschafft. Derzeit kämpft es auf Facebook um den Social-Media-Award im Interreg Project Slam. Diesen Wettbewerb zu gewinnen, würde dem Team und seinem Thema viel Aufmerksamkeit bringen und helfen, Fördermittel für ein europaweites Folgeprojekt zu akquirieren.

Besuchen Sie jetzt die Facebook-Seite zur Kampagne und klicken Sie "Daumen hoch" für das Video "NonHazCity – Detox your home" (in Englisch): Interreg Project Slam on Facebook. Aber: Vergessen Sie nicht, sich auch die Videos der anderen Finalisten anzusehen – Interreg ist sehr vielfältig und verbessert das Leben der BürgerInnen und Bürger in der gesamten EU. Auch zwei Projekte aus dem Interreg Nordseeraum sind dabei.

Klicken Sie jetzt "like" für Ihren Favoriten im Interreg 30 Years Project Slam:
Interreg Project Slam on Facebook.

Alle Finalisten präsentieren ihre Projekte bei der European Week of Regions and Cities, die in diesem Jahr virtuell stattfindet. Am 14. Oktober von 14.30 Uhr bis 16 Uhr steigt der Project Slam. Um online dabei zu sein, registrieren Sie sich bitte bis zum 27. September für die European Week of Regions and Cities und dann für die Session "Interreg 30 years Project Slam" (in Englisch): #EURegionsWeek.

Weitere Links

Stefanie Maack ist als Communication Officer beim Interreg Baltic Sea Region-Programmsekretariat tätig. Seit acht Jahren informiert sie Antragsteller*Innen, berät und unterstützt Projektnehmer*Innen in der Kommunikation und bereitet die vielfältigen Ergebnisse der meist komplexen Projekte so auf, dass der Nutzen der transnationalen Zusammenarbeit deutlich wird.