Navigation und Service

Foto von der Ostsee bei Ahlbeck (Quelle: Rainer Sturm/pixelio.de)

Ostseeraum

Schnittstelle Meer: Mit der seit über zwanzig Jahren bestehenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ostseekooperation sowie der Umsetzung der EU-Ostseestrategie hat die Region vieles unternommen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region, den ökologischen Zustand der Ostsee sowie den sozialen Zusammenhalt in gemeinsamer Anstrengung weiter zu verbessern. Das Interreg-Ostseeprogramm ist hierfür ein zentraler Baustein und das Herzstück der projektbezogenen Ostseezusammenarbeit.


Förderfähige Gebiete der transnationalen Zusammenarbeit (INTERREG B) 2014-2020 - Ostseeraum


Beteiligte deutsche Bundesländer

Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (Lüneburg), Schleswig-Holstein


Tradition der Zusammenarbeit

Der Ostseeraum ist geprägt durch das Meer, seine große Fläche und eine vergleichsweise dünne Besiedelung. Dementsprechend spielen die Schifffahrt und das "blaue Wachstum" eine große Rolle, ebenso wie Erreichbarkeit, Verkehr, Energieeffizienz und Innovation. Der Ostseeraum umfasst die acht Mitgliedstaaten Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und nördliche und östliche Teile Deutschlands; ebenso wie Norwegen, den Nordwesten Russlands und Weißrussland. Die politisch-strategische Netzwerkbildung im Ostseeraum zur Überwindung großer struktureller Unterschiede zwischen dem West- und dem Ostteil kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit 2009 ist er zudem der erste Raum mit einer makroregionalen EU-Strategie, die nun auch im Rahmen des Ostseeraumprogramms umgesetzt wird.


Themen der Zusammenarbeit

Das Ostseeraumprogramm fördert Projekte zu den folgenden vier Themen:

Innovationsfähigkeit

  • Infrastrukturen für Forschung und Innovation
  • Intelligente Spezialisierung
  • Nicht-technologische Innovation

Effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen

  • Gewässerreinhaltung
  • Erneuerbare Energien
  • Energieeffizienz
  • Ressourceneffizientes "Blaues Wachstum"

Nachhaltiger Verkehr

  • Interoperabilität im Güter- und Personenverkehr
  • Erreichbarkeit peripherer und vom demographischen Wandel betroffener Regionen
  • Maritime Sicherheit
  • Umweltfreundlicher Seeverkehr
  • Umweltfreundlicher Stadtverkehr

Unterstützung der EU-Ostseestrategie

  • Vorbereitung von Schlüssel-Projekten
  • Koordination der makroregionalen Zusammenarbeit


Budget und Förderung

  • Ostseeraum (2014 - 2020): 323 Mio. Euro
  • Davon Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): 263,8 Mio. Euro
  • Kofinanzierungsrate der EU für deutsche Partner: 75%
  • Gesamtbudget pro Projekt im Allgemeinen: 1,5 - 4,5 Mio. Euro
  • Förderfähig: Personal-, Veranstaltungs- und Reisekosten, externe Expertise, Material, Investitionen (begrenzt)


Projektpartner werden

Im Ostseeraum finden sich mindestens drei Partner aus mindestens drei verschiedenen Ländern für normalerweise etwa drei Jahre in einem Projekt zusammen. Üblich ist eine Partnerstruktur von zehn bis 15 Institutionen. Ein "Lead Partner" übernimmt dabei jeweils die Federführung. Das Programm richtet sich an öffentliche und private Akteure.

Förderfähige Partner im Ostseeraum können z.B. sein:

  • Öffentliche Behörden (Bund, Länder, Regionen, Kommunen)
  • (Öffentliche) Dienstleister
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen
  • Kammern, Vereine und Verbände
  • Organisationen der Wirtschaftsförderung
  • Unternehmen
  • Nichtregierungsorganisationen


Weitere Informationen

Eine Übersicht zum Ostseeraumprogramm liefert das Faltblatt zum Ostseeraum: Veröffentlichungen


Info: EU-Ostseestrategie

Die EU-Strategie für den Ostseeraum ist ein Instrument der europäischen Regionalpolitik. Ziel ist das Nutzen von Chancen und die gemeinsame Problembewältigung beim Schutz der Ostsee, bei der regionalen Anbindung und der Steigerung des Wohlstands.

Das Interreg-Ostseeprogramm ist eines der wichtigsten Förderprogramme, mit denen diese Strategie zum Leben erweckt wird. Aber auch andere nationale und EU-Programme werden dafür genutzt.

Zusatzinformationen

Kontakt

Jens Kurnol
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung

Tel.:  +49 228 99401-2304
Logo des Ostseeraumprogramms 2014 - 2020 (© Baltic Sea Region Programme 2014 - 2020)