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Workshop 6 "Gutes Projekt"

Wie entwickle ich ein gutes Projekt?

Viele Erfahrene aber auch einige neue Projektentwickler informierten sich und diskutierten die Frage aller Fragen: Wie entwickle ich ein gutes Projekt? Im meistbesuchten aller Workshops erhielten die Teilnehmer hilfreiche Hinweise von Experten und Kontaktstellen. Tipps von Projektentwickler zu Projektentwickler, aber auch die Erwartungen von Seiten der Gemeinsamen Sekretariate und der Programmverantwortlichen in der neuen Förderperiode wurden plastisch dargestellt.

Einig war man sich, dass es vor allem einer brennenden Idee bedarf, um ein gutes Projekt zu entwickeln. "Verbiegen Sie sich nicht." rät Dr. Klaus Bongartz vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr und selbst erfahrener Projektentwickler. "Wenn Ihre Idee nicht in das INTERREG-Programm passt, dann ist es auch nicht das richtige Programm für Sie. Verdrehen Sie Ihre Idee also nicht - die Evaluatoren merken es!" so Bongartz weiter.

Powerpoint-Präsentation "Wie entwickle ich ein gutes Projekt?"
Dr. Klaus Bongartz, Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

Essentiell wichtig bei der Projektentwicklung ist es, so Silke Frank, Kontaktstelle für Nordwesteuropa, die programmseitigen Angebote zu nutzen. In fast allen Programmen steht eine Kontaktstelle zur Verfügung, die ausschlaggebende Hinweise und einen Einblick ins "Innere des Programms" gibt. So können auch parallel entwickelte Projekte zur gleichen Themenstellung erkannt und das eigene Projekt davon abgegrenzt oder ggf. angedockt werden. Auch die Gemeinsamen Sekretariate sollten vom Projektfortschritt unterrichtet werden, Projektentwicklungs-Workshops sollten besucht und Hilfestellungen offen angenommen werden.

Powerpoint-Präsentation "Wie entwickle ich ein gutes Projekt?"
Silke Frank, Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Stärker noch als bisher werden die Programme der neuen Förderperiode Wert darauf legen, dass Projekte und deren Ergebnisse auf Langfristigkeit ausgelegt sind, erklärte Stefanie Bischof aus dem Alpenraumsekretariat in München. Anstelle von pauschalen "policy recommendations" sollten daher lieber zielgruppenspezifische und umsetzungsorientierte Maßnahmenempfehlungen ausgesprochen werden. Regionale Träger müssen frühzeitig eingebunden werden, um das nachfrageseitige Interesse an den Projektergebnissen sicherzustellen und eine langfristige Nutzung der Lösungsansätze in der Praxis zu gewährleisten.

Powerpoint-Präsentation zur erfolgreichen Projektentwicklung im Alpenraum
Stefanie Bischof, Gemeinsames Technisches Sekretariat Alpenraumprogramm
Alpenraumprogramm - Erfolgreiche Projektentwicklung

"Suchen Sie sich Verbündete in Ihrer Region, beziehen Sie Botschafter ein und seien Sie mutig, auch neue und INTERREG-unerfahrene Akteure einzubeziehen", resümierte Monika von Haaren von der Niedersächsischen Staatskanzlei als Moderatorin des Workshops. So entsteht ein solides und gleichzeitig neuartiges Projekt.

Alle Fotos: DV, Michael Kirsten

Moderation:Monika von Haaren, Niedersächsische Staatskanzlei, Hannover
Inputs:Silke Frank, Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Stefanie Bischof, Gemeinsames Technisches Sekretariat Alpenraumprogramm, München
Dr. Klaus Bongartz, Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Erfurt
Bericht:Sina Redlich, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn


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