Navigation und Service

Was Interreg bewirken kann

Datum 10.11.2016

Um Antworten auf diese Frage zu bekommen, kamen am 2. November 2016 rund 30 Interreg-Spezialisten im BMVI zusammen. Diskutiert wurden die Ergebnisse einer Untersuchung, die die Wirkungen transnationaler Zusammenarbeit anhand von Interreg IV B-Projekten aufzeigt, systematisiert und kategorisiert.

Gegenstand der Studie sind solche Wirkungen, die über die Projektlaufzeit hinaus, unabhängig vom speziellen Thema eines Vorhabens und auch außerhalb der Projektpartnerschaft bestehen. Voraussetzung für diese Wirkungen ist immer eine transnationale Teamarbeit zu einer gemeinsamen Problemstellung. So wurde gezeigt, dass Wirkungen in drei Kategorien auftauchen:

  • Befähigung von Schlüsselakteuren: Akteuren, die in dem betreffenden Themengebiet fachlich, politisch und regional in bedeutsamer Rolle aktiv sind, wird es ermöglicht, neue Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, z.B. durch die Neu- oder Weiterentwicklung von Wissen, Kompetenzen, Methoden und Produkten bis hin zur Sensibilisierung über eben solche Entwicklungen.
  • Aktivierung von Entscheidungsträgern: Während die Wirkung "zielführendere Interessensvermittlung auf nationaler, regionaler und europäischer Ebene" dazu führt, dass das jeweilige Projektthema prominenter auf der politischen Agenda der jeweiligen Entscheidungsträger platziert wird und Entscheidungsprozesse entsprechend beeinflusst werden, beschreibt die Wirkung "gestärktes gemeinsames Handeln in politischen Entscheidungsfindungsprozessen" den Ausbau oder die Vertiefung der konkreten Zusammenarbeit von politischen Akteuren im jeweiligen Themenbereich.
  • Anwendung von Wissen und Kompetenzen: Abhängig von dem jeweiligen regionalen Kontext und Themenbereich eines Interreg-Projektes können beispielsweise politische Akteure durch die Verabschiedung und Umsetzung neuer gesetzlicher Regelungen und Standards das ökologische Umfeld stärken (Wirkung: "Verbesserung des ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen (Lebens-) Umfelds"), wirtschaftliche Akteure können Innovationen initiieren und umsetzen ("Steigerung der Umsetzung sozialer und technischer Innovationen") und Verwaltungsakteure können durch neue Ansätze ihre Arbeitsprozesse wirksamer gestalten ("Effizientere und effektivere Gestaltung von Arbeitsprozessen").


Grafik zu Wirkungen  (© Ramboll Management Consulting GmbH)


Die Teilnehmer des Workshops kamen aus verschieden Teilen der Interreg-Fachgemeinschaft: Vertreter von Programmsekretariaten, Zuständige auf Bundes- und Landesebene, Interact-Vertreter sowie deutsche Kontaktstellen nahmen teil. Das Ressortforschungsprojekt wurde durch das BMVI beauftragt, wird durch das BBSR inhaltlich begleitet und durch Ramboll Management Consulting GmbH durchgeführt. Ergebnis der Studie wird u.a. ein Praxisleitfaden für eine wirksame Umsetzung von Interreg B-Projekten sein, das an dieser Stelle verfügbar sein wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des BBSR: Wirkungen - Website BBSR

Die vollständige Präsentation der Veranstaltung finden Sie hier: